* 1834 Quedlinburg
+ 1899 Berlin
Albert Becker wurde am 13. Juni 1834 in Quedlinburg als Sohn eines Buchhändlers geboren. Ab 1853 lebte er, unterbrochen von einem zweijährigen Aufenthalt in Ohlau/Schlesien, bis zu seinem Tod in Berlin. Ein erster großer kompositorischer Erfolg war die 2. Sinfonie g-Moll, für die er von der Wiener Gesellschaft der Musikfreunde 1860 einen zweiten Preis erhielt. Franz Liszt zeigte sich bei einem Treffen von Beckers "Messe b-Moll, op. 16" so beeindruckt, daß er sie Carl Riedel zur Aufführung empfahl. 1881 erhielt Becker den Titel eines Königlichen Professors und wurde 1883 Mitglied der Königlichen Akademie der Künste. 1892 erhielt er dem Ruf als Thomaskantor nach Leipzig, den er jedoch auf Wunsch Kaiser Wilhelms II. ablehnte. Ab 1889 wurde Becker Direktor des Berliner Domchores. Sein berühmtester Schüler war 1889/90 J. Sibelius. Becker starb am 10. Januar 1899 und wurde in Berlin beigesetzt. (Stumpf, R.: Albert Ernst Anton Becker. Leben und Werk. Zulassungsarbeit an der Hochschule der Künste Berlin, 1990. Manuskript)
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